Kreuzspinne
Die Kreuzspinne ist eine unserer größten heimischen Spinnen. Diese Spinnenart baut radnetzartige Netze, die zum Beutefang dienen. Das Radnetz kann bis zu 30 cm im Durchmesser erreichen.
Das Männchen ist viel kleiner als das Weibchen. Bestimmte Schwingungen am Netz signalisieren dem Weibchen die Anwesenheit des Männchens. Nach der Paarung sucht das Männchen rasch das Weite um vom Weibchen nicht als Zusatznahrung verspeist zu werden.
Die Spinnen tragen durch ihre Tätigkeit als Insektenvertilger erheblich zu einer erträglichen Insektenbesiedelung unserer Lebensräume bei. Der Schutz von Spinnen sollte also selbstverständlich sein.
Gartenkreuzspinne, Araneus diadematus
Zebraspinne, Wespenspinne
Es handelt sich hier um eine ursprünglich bei uns nicht heimische Radnetzspinne (Areneidae). Sie kam ursprünglich nur im Mittelmeerraum vor und hat in 30 Jahren ganz Mitteleuropa besiedelt. Diese Art ist für Haustiere und den Menschen völlig harmlos.
Bei Störungen beginnt die Spinne schnell im Netz zu schwingen und ist durch die Körperzeichnung nicht mehr genau zu lokalisieren und damit geschützt. Hauptbeute sind Heuschrecken und andere Insekten. Die wichtigsten Feinde der Spinne sind Vögel.
Das Männchen ist sehr viel kleiner als das Weibchen und schwarz gefärbt. Durch Zupfsignale kündigt sich das Männchen im Netz des Weibchens an. Nach der Paarung wird das Männchen einfach aufgefressen. Meist im August werden mehrere Kokons produziert, in denen 300-500 Eier abgelegt werden. Erst im Mai des Folgejahres verlassen die Jungtiere diese Kokons und wachsen heran.
Streckerspinne
Streckerspinne, Tetragnatha extensa
Diese Spinne zeichnet sich durch einen schmalen Körper aus. Meist sitzt die Spinne mit den vorderen Beinpaaren nach vorne gestreckt auf Blättern. Die Spinnen bauen ein Radnetz, mit dem sie Insketen fangen. Häufig findet man diese Spinne in der Nähe von Gewässern.
Wolfspinne
Wolfspinne, Pardosa lugubris
Die Spinne zeichnet sich durch eine gelbliche, streifenförmige Zeichnung aus. Diese Spinne findet sich an sonnigen Plätzen in Gärten und Wegrändern. Das Weibchen trägt am Hinterleib einen Eikokon. Die jungen Spinnen setzen sich nach dem Ausschlüpfen auf den Hinterleib des Weibchens.
Krabbenspinne, Thomisidae
In Mitteleuropa kommen ungefähr 40 Arten der Krabbenspinnen vor. Die Beine werden seitlich vom Körper gestreckt. Die vordersten beiden Beinpaare sind die kräftigsten und längsten. Diese Spinnen sind typische Lauerjäger. Nähert sich ein passendes Beutetier an, so greifen diese Spinnen blitzschnell nach dieser Beute.
Raubspinne, Pisaura mirabilis, Weibchen (Eikokon)
Die Raubspinnen sind den Wolfspinnen recht ähnlich. Diese Spinnenfamilie jagt frei, also ohne Netz. Das Weibchen trägt mit den Mundwerkzeugen (Cheliceren) einen Eikokon (Bild). Die Familie der Pisauridae (Raubspinnen) umfasst in Europa 3 Arten. Die Raubspinnen sind große und kaum zu übersehende Spinnen unserer Heimat. Das Männchen ist dunkler gefärbt als das Weibchen.
Pisaura mirabilis (Listspinne) ist die kleinste Vertreterin aus der Familie der Raubspinnen. Diese Spinne kommt an sonnigen Stellen im Garten vor und zählt zu den häufigeren Gartentieren. Nach der Paarung spinnt das Weibchen einen etwa 11 mm großen Eikokon, der mit den Cheliceren herumgetragen wird. Dann wird ein Gespinst gewoben, in das der Kokon eingebaut wird. Die Jungspinnen bleiben einige Zeit in diesem schützenden Gespinst.
Milben, Acari
Samtmilbe, Allothrombium fuliginosum
Bei diesem Vertreter der Spinnentiere handelt es sich um eine 2-3 mm große, tiefrote Milbe. Die Samtmilbe ernährt sich von Blattläusen, kleinen Raupen und Spinnmilbenarten.
Da diese Raubmilben sehr empfindlich gegenüber Pestiziden sind, sollte (nicht nur wegen diesem Nützling) einfach auf Gifte verzichtet werden. Der Einsatz von Giften kann das ökologische Gleichgewicht tiefgreifend und oft auf Jahre hinaus empfindlich stören.
Wickelt man alte Strümpfe um die Bäume werden diese gerne von diesen und anderen Raubmilben besiedelt.
