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Igel, Erinaceus europaeus



Der Igel

Igel in Abwehrposition


Der Igel ist ein sehr erfreulicher Gast im Naturgarten. Igel wandern gerne von einem Garten in den nächsten, lassen Sie also ein wenig Raum zwischen Maschendrahtzaun und dem Boden, damit die Igel problemlos zu- und abwandern können. Der Igel sieht nicht sehr gut, er hat aber einen ausgezeichneten Hör- und Geruchssinn.

Bei Gefahr rollt sich der Igel zu einer stacheligen Kugel zusammen. Junge Igel kommen im April oder Mai zur Welt. Die Mutter nimmt die Jungen bald auf die nächtliche Jagd mit. Will man Igel im Garten ansiedeln sollte man entsprechende Behausungen aufstellen. Diese Behausung kann ein nicht mehr genutzter Hasenstall, aber auch ein Reisig- oder Laubhaufen sein. Solche Haufen kann man natürlich auch selber aufschichten.
Der Igel sucht im Garten, meistens nicht sehr leise, nach Käfern, Schnecken und Insekten, er nimmt aber auch Fallobst als Nahrung an. Igel halten einen Winterschlaf, daher sucht der Igel im Herbst gerne Hecken auf wo ausreichend Laub und Reisig liegenbleibt.


Maulwurf, Talpa europaea, Vorderansicht


Der Maulwurf

Maulwurf, Talpa europaea


Manchmal laufen Maulwürfe auf der Erdoberfläche umher. Der eigenartige "Laufstil" weist darauf hin, dass diese Tiere besser an das unterirdische Leben angepasst sind. Der abgebildete Maulwurf wurde an der Erdoberfläche gefunden und diente kurz als Fotomodell, bevor er wieder entlassen wurde.

Zu Unrecht hat der Maulwurf einen schlechten Ruf bei manchen Gärtnern. Im Naturgarten sollte auch der Maulwurf toleriert werden. Die ungeplanten Maulwurfshügel im Gemüsebeet oder an anderen Stellen können otpisch schon ein wenig stören. Der halbblinde Maulwurf ist natürlich auch sehr nützlich.

Der Maulwurf legt mit seinen kurzen Vorderbeinen (Bild) ein weit verzweigtes System an Gängen an, der Aushub wird an die Oberfläche befördert. Die erwachsenen Maulwürfe ernähren sich von Insektenlarven und Insekten, die auch dem Gärtner lästig werden können. Der eine oder andere Regenwurm landet natürlich auch im Magen des Maulwurfs.

Maulwürfe lockern den Boden, der Auswurf ist fein und krümelig. Dieser Auswurf kann, mit Kompost oder etwas Blumenerde angereichert als ideale Anzuchterde verwendet werden. Bei Starkregen, mit denen wir vermehrt zu rechnen haben, kann das Wasser besser im Boden versickern. Dadurch wird der Oberflächenabfluss und damit die Überschwemmungsgefahr etwas eingedämmt.

Versöhnen Sie sich einfach mit dem einen oder anderen Maulwurfshügel, der kleine Säuger hat durchaus sympathische Seiten.

Wühlmäuse können schon zu einem Problem werden, da diese Wurzeln von allerlei Pflanzen beschädigen (Obstgehölze, etc.). Aber auch hier sollte völlig auf Gift verzichtet werden, da dieses auch für Grundwasser und zahlreiche andere Tiere sehr gefährlich werden kann! Schleiereulen ernähren sich beispielsweise hauptsächlich von Wühlmäusen!

Maulwurf, Talpa europaea


Junge Hausmaus, Mus musculus

Hausmaus, Mus musculus


Die Hausmaus ist ein typischer Kulturfolger und besiedelt Lebensräume in der Nähe des Menschen. Als die Menschen sesshaft wurden, "entschlossen" sich die Mäuse bei den Menschen, vor allem aber beim paradiesischen Nahrungsangebot dieser zu verweilen. Daher haben sich Menschen weitere tierische Helfer herangezogen, die Hauskatzen.
Meine Katze allerdings hat die abgebildete Maus keines Blickes gewürdigt, da Katzenfutter offensichtlich besser schmeckt. So habe ich diese Maus mit einem kleinen Fischnetz nun selber "abgefischt" und anschließend fotografiert. Die Hausmaus ist graubraun und wird zwischen 6-9 cm lang, ebenso der Schwanz.



Jugendliche Hausmaus, Mus musculus

Die Hausmaus ist sehr anpassungsfähig und besiedelt heute sogar arktische Gebiete. Die Hausmaus frisst eigentlich alles, sehr gerne aber Getreide. Der Hausmaus stellen zahlreiche Jäger, wie Katzen, Eulen (siehe Nistkasten für Eulen) und auch Marder nach. Die Hausmaus kann 5-7 Junge pro Wurf bekommen, mindestens fünfmal pro Jahr.

Zum Nestbau werden alle möglichen Materialien verwendet (Wolle, Papier und Stroh). Das Revier wird durch Urin abgesteckt, wodurch der typische Mausgeruch entsteht.