Kellerassel, Porcellio scaber, Crustacea
Asseln, Isopoda
Die Asseln (Isopoda) sind eine artenreiche und eine ökologisch erstaunlich anpassungsfähige Gruppe der Krebse.
Sie haben 7 Thoracalsegmente (übrige Brustsegmente), wobei das erste mit dem Kopf verschmolzen ist und einen Cephalothorax (Kopf-Rumpfbereich) bildet. Der Rumpf wird bei Asseln als Peraeon bezeichnet, das Abdomen (=Hinterleib) als Pleon. Die Segmente des Pleon sind viel kleiner als die des Peraeon.
Die Asseln sind die einzige Gruppe der Krebse, die in großer Artenzahl alle Lebensräume des Landes besiedelt haben. Die ursprünglich im Meer lebenden Vorfahren besiedelten von hier aus das Land. Auch heute besiedeln Asseln in großer Zahl den Meeresboden, die Familie der Asselidae (Gattung Asellus) besiedelt das Süßwasser.
Im Gartenteich sind bisweilen ebenfalls diese interessanten Krebse mit der Art Asellus aquaticus (= Wasserassel) zu finden. Die Landasseln spielen bei der Bodenbildung, speziell bei der Humusbildung, eine große Rolle. Die meisten Asseln sind an feuchten Orten zu finden, da sie gegen Austrocknung sehr empfindlich sind. Daher flüchten Asseln, wenn sie zu viel Licht ausgesetzt werden, sofort in schattig-feuchte Areale.
Die Asseln atmen über Trachealorgane (Taschen) der hinteren Beine (Pleopoden). Diese Beine dienen bei wasserlebenden Formen der Wasseratmung, bei am Land lebenden Formen der Luftatmung.
Asseln häuten sich "doppelt". Zuerst häuten die Asseln den Hinterkörper, dann den Vorderkörper (siehe Bild unten).
Asseln (Isopoda), Körperbau
Häutung einer Assel