Rosenkäfer
Rosenkäfer, Cetonia aurata
Der Rosenkäfer ist wohl einer der prächtigsten Käferarten im Naturgarten. Die Larven kommen als "Engerlinge" in Komposthaufen und in lockerer Gartenerde vor. Im Sinne des Naturschutzes sollte man die Engerlinge einfach an einer anderen Stelle wieder vergraben. Die Engerlinge fressen nur totes Pflanzenmaterial. Käfer zeigen eine vollständige Entwicklung. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, ist die Larve groß genug verpuppt sich diese. Nach einer gewissen Zeit der Umwandlung (Metamorphose) schlüpft der erwachsene Käfer.
Die Käfer sind sehr schön anzuschauen und verzehren hauptsächlich Pollen und sitzen meist inmitten von größeren Blüten wo sie an den Staubgefäßen nagen. Beim Fliegen lassen diese Käfer die Elytren (=harte Flügeldecken) geschlossen und strecken die Hinterflügel unter dem Panzer hervor. Die Käfer zeigen eine sehr schwerfälligen Flug und erzeugen laute Brummlaute bei ihren Flugmanövern.
Lilienhähnchen
Lilienhähnchen, Lilioceris lilii
Die orangeroten Käfer haben einen schwarzen Kopf und schwarze Beine. Sie werden 9 mm lang. Sie bevorzugen Vertreter der Liliengewächse als Futterpflanzen. Sowohl Käfer als auch die Larven fressen Blätter von Liliengewächsen. Teilweise werden ganze Pflanzen aufgefressen, auch der Schnittlauch wird gerne befallen.
Natürliche Feinde sind verschiedene Vögel und Schlupfwespen. Am besten werden die Käfer, Eier und Larven abgesammelt. Bei härterem Befall sollte eine Lösung aus Schmierseife und Spiritus als Abwehrmaßnahme verwendet werden.
Balkenschröter
Balkenschröter, Dorcus parallelipipedus
Dieser Käfer ist ein kleiner, 18-30 mm großen Verwandter des Hirschkäfers. Beim Männchen ist der Halsschild so breit wie der Kopf mit kräftigen Kiefern (Mandibeln). Das Weibchen hat einen kleineren Kopf mit kleineren Kiefern. Die Larve entwickelt sich in morschem Holz verschiedener Laubbäume.
Die Käfer leben vorzugsweise in eher wärmern Laubwäldern. Diese Larven sind typische Totholzbewohner. Durch ihre Tätigkeit halten sie den natürlichen Zersetzungskreislauf aufrecht. Spechte fressen gerne die Larven dieser Käferart.
Asiatischer Marienkäfer, Harmonia axyrides
Eingebürgerte Tierarten können in unserer Kulturlandschaft auch Schäden anrichten. Hier ist beispielsweise der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyrides, Pallas 1773) aus der Familie der Coccinellidae zu nennen. Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken!
Bei diesen Käferarten sind die Farbvarianten sehr zahlreich. Oben ist eine häufige Variante mit 19 schwarzen, rundlichen Flecken auf den Flügeldecken abgebildet. Häufig sind auch Tiere mit schwarzen Flügeldecken und zwei rötlichen Flecken, dazwischen gibt es zahlreiche Varianten. Sie erreichen eine Körperlänge von 5-9 mm.
Die ursprüngliche Absicht war es, diese Käfer als biologische Schädlingsbekämpfer einzusetzen, da sie große Mengen an Blattläusen vertilgen. In Amerika hat diese Marienkäferart die heimischen Arten bereits verdrängt. Leider fressen diese Tiere nicht nur Blattläuse sondern auch gleich ihre Nahrungskonkurrenten, wie etwa die Larven von Schwebfliegen und Florfliegen.
Im Spätsommer und Herbst suchen diese Tiere nach Winterquartieren und sind oft in riesigen Trauben anzutreffen. In Europa ist der Käfer auf dem Vormarsch.
