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Streifenwanze




Die Insekten repräsentieren die artenreichste Tiergruppe überhaupt. Auf der Erde existieren heute 850 000 Insektenarten, mehrere Millionen Insektenarten sind vermutlich noch unentdeckt. Täglich werden neue Arten entdeckt, aber auch durch Umweltzerstörung leider für immer ausgerottet noch bevor diese ihre Geheimnisse preisgeben können.
Der Insektenkörper besitzt sechs Beine, weshalb die Gruppe auch als Hexapoda bezeichnet wird. Der Körper gliedert sich in Kopf (Cephalon), Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Der Kopf trägt paarige Fühler und Mundwerkzeuge, die sich im Lauf der Evolution aus Gliedmaßen gebildet haben.

Der Blutkreislauf der Insekten ist offen, das heißt die Zwischenzellflüssigkeit und das Blut vermischen sich zu einer Hämolymphe. Die Hämolymphe fließt über weite Strecken nicht in Blutgefäßen, sondern zwischen den Organen, angetrieben durch ein Herz mit seitlichen Öffnungen. Insekten besitzen ein Außenskeltett aus Chitin (und Protein). Wollen Insekten wachsen, müssen sich diese also häuten.

Insekten im Garten dienen vielen Nützlingen als Nahrung. Manche Insekten und deren Larven können auch die Nutzpflanzen im Garten schädigen. Ist im Garten aber ein ökologisches Gleichgewicht vorhanden, so bleibt dieser Schadfraß meistens so gering, dass dieser vernachlässigt werden kann. Die beste Methode um im Garten ungeliebte Insektengäste kurz zu halten besteht wohl im Aufstellen von Nisthilfen für Vögel und auch im Errichten von Ersatzwohnungen für Igel und der Förderung von anderen Nützlingen.

Diese Tiere helfen ein ökologisches Gleichgewicht im Garten herzustellen, das sich durch die Abwesenheit von überdurchschnittlicher Vermehrung von "Schadinsekten" auszeichnet. Gifte dürfen hier nicht eingesetzt werden, da sonst auch die Nützlinge geschädigt und damit die Vermehrung von unerwünschten Gartengästen nur noch stärker angekurbelt wird. Vielfalt statt Einfalt sollte das Motto in unserem Umgang mit der Natur sein.


Marienkäfer (Cocinellidae)

Marienkäfer, Coccinella septempunctata


Die Familien der Marienkäfer (Coccinellidae) beinhalten zahlreiche Arten. Die meisten Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen. Es existieren Arten mit 2, 7, 10, 14 und 22 Punkten. Bei den meisten Arten frisst sowohl die Larve, als auch das erwachsene Tier Blattläuse. Einige Arten fressen auch Milben und Pilze. Diese Tiere sollten im Naturgarten mit besonderer Sorgfalt behandelt werden.


Schwebfliegen (Syrphidae)

Frühlings-Schwebfliege, Meliscaeva cinctella


Die Schwebfliege sieht Wespen sehr ähnlich, ist aber keine Wespe und daher für uns Menschen völlig ungefährlich. Man bezeichnet das Nachahmen von Warn- und Tarntrachten als Mimikry. Die Weibchen der Schwebfliegen legen in Blattlauskolonien Eier ab. Die Larven fressen sich dann quer durch diese Kolonien (sie sitzen also direkt im Buffet) und vertilgen mehrere hundert Blattläuse. Nach diesem Festmahl verpuppt sich die Larve. Nach der Metamorphose (Umwandlung) zum erwachsenen Tier ernähren sich die Schwebfliegen von Blütennektar und Pollen. Sie spielen in dieser Lebensphase auch als bestäubende Insekten eine wichtige Rolle.

Blattschneiderbiene

Totholz-Blattschneiderbiene, Megachile sp.


Diese Biene ist relativ selten zu sehen, aber sehr interessant. Sie baut in morschem Holz Gänge. Anschließend nagt sie mit den Mundwerkzeugen kreisrunde Stücke aus Blättern heraus. Mit diesen Bauteilen fliegt sie dann zu ihrer Nisthöhle. Das Blatt wird dann zur Auskleidung des Bruthohlraums verwendet. Anschließend wird die Zelle mit Nektar und Pollen angefüllt. Danach legt die Biene ein Ei in diese Vorratskammer in der die Larve heranwächst. Der vordere Eingang der Brutzelle wird dann mit einem Blattstück und anderem Material verschlossen. Diese Wildbienen sind extrem wertvolle Blütenbestäuber im Gemüse- und Obstgarten.


Florfliege

Florfliege, Chrysoperla carnea


Die Florfliege ist ein zart gebauter Netzflügler, der meist hellgrün gefärbt ist. Die rundlichen Augen schillern in mehreren Farben ("Goldaugen"). Die erwachsene Florfliege ernährt sich von Pollen und den Ausscheidungen von Blattläusen. Die Eier der Florfliegen haben einen langen Stiel und werden an Blätter, meist nahe von Blattläusen geklebt. Die Larven der Florfliege ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen die mit den Zangen ergriffen und ausgesaugt werden. Auch die Florfliege ist also ein extrem nützliches Insekt im Naturgarten.