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Doppelfüßer, Schnurfüßer

Doppelfüßer, Julidae

Schnurfüßer (Julidae) eingerollt


Hier handelt es sich um Gliederfüßer mit einem langen, fast drehrunden Körper. Die meisten Rumpfsegmente besitzen zwei Beinpaare, daher der Name Doppelfüßer.

Beim Laufen sind die Antennen auf den Boden gerichtet, womit das Tier Eindrücke aus der Umwelt (Geruch, etc.) wahrnimmt. Diese Tiere sitzen meist an schattigen, feuchten Orten wo altes Laub liegt.

Die Doppelfüßer gehöhren zu den wichtigen Destruenten (Zersetzern), da sie pflanzliches Material zerlegen und für die weitere Humusbildung vorbereiten. Das Außenskelett ist durch Kalkeinlagerungen verstärkt, weshalb die meisten Arten dieser Gruppe auf kalkhaltigen Böden vorkommen. Bei Gefahr rollt sich das Tier ein (Bild), da auf diese Weise nur der harte Rückenpanzer nach außen gekehrt ist.

Hundertfüßer

Gemeiner Steinläufer, Lithobius forficatus


Die Doppelfüßer und die Hundertfüßer werden (trotz der Abwesenheit von eintausend Füßen) als Tausendfüßer zusammengefasst. Jedes Segment des Körpers trägt beim Hundertfüßer ein Beinpaar, das vorderste Beinpaar ist zu mächtigen Giftklauen umgebildet. Daran ist schon zu erkennen, dass es sich hier um räuberisch lebende Tiere handelt die aktiv ihren Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht im Garten leisten. Die hinteren Beine sind zu Greif- und Tastbeinen umgebildet. Am Kopf sitzen Antennen, die als Sinnesorgane dienen.

Die Tiere halten sich gerne unter Steinen und unter Laub auf und sind vorwiegend nachtaktiv. Die Steinläufer sind äußerst beweglich. Das Gift aus den Klauen tötet die Beutetiere sehr rasch. Tropische Arten sollten mit Argwohn betrachtet werden, heimische Arten sind kaum gefährlich. Keinesfalls sollte man die Widerstandsfähigkeit der eigenen Haut gegenüber den Giftklauen austesten, da die Bisse schmerzhaft sein sollen.