Blumenwiese im Naturgarten
Die Anlage einer Blumenwiese ist eine Voraussetzung für eine tierische Artenvielfalt im Naturgarten. Es gibt heute im Handel verschiedene fertige Samenmischungen zu kaufen. Möchte man Geld sparen, kann man auch einfach Wiesenheu ausschütteln und die herausfallenden Samen auf die vorgesehenen Flächen ausbringen. Eine Wiese kann man auch kurz schneiden und dann für Ballspiele oder andere Zwecke nutzen.
Der Vorteil einer Blumenwiese gegenüber einem Rasen ist die leichtere Pflege, der optische Genuss der Blütenpflanzen aber auch die niedrigen Kosten, da man keinerlei Dünger oder "Pflanzenkiller" benötigt. Seltene Tiere stellen sich meist erst wieder nach einigen Jahren ein. Mit viel Glück und Geduld könnten Sie auch einmal Besuch von Laubfröschen bekommen, vorausgesetzt es gibt einen Tümpel in der Nähe des Naturgartens, oder besser noch im Garten selber.
Laubfrosch, Hyla arborea
Der Laubfrosch sitzt im Spätsommer auf erhöhten Plätzen und das Männchen gibt unverkennbare Laute von sich. Diese Laute können durch einen Specht, ein Flugzeug oder durch einen Konkurrenten verursacht werden. Sie dienen außerhalb der Paarungszeit wahrscheinlich der Revierabgrenzung. Manchmal findet man auch Farbvarianten, wie etwa wunderschöne blaue Farbmutationen. Laubfrösche fressen vor allem Spinnen, Käfer und Ohrwürmer und dürfen daher in keinem Naturgarten fehlen.
Am besten ist für die Amphibien die Vermeidung jeglicher Pflanzengifte, aber auch die Anlage eines naturbelassenen Schwimmteiches oder Gartenteiches. Regional sind die Laubfrösche in Mitteleuropa heute schon ausgerottet. Deshalb sollte man diese, wie auch andere Tierarten als "Naturjuwelen" betrachten und diese auch so behandeln.
Im Garten sollte man eine Vielfalt an Pflanzen gedeihen lassen. Diese Vielfalt erhält den Garten und die umgebende Natur gesund. Ein Tipp zu diesem Thema wäre das Anpflanzen einer Blumenwiese, anstatt der Anlage eines Rasens. Weiters sollten als Abgrenzung keine monotonen Thujen, sondern Hecken aus heimischen Mischgehölzen angepflanzt werden. Solcherlei gestaltete Gärten bieten auch seltenen Amphibien, wie etwa dem Laubfrosch, einen Lebensraum.