Wer einmal besonderen Besuch im Garten haben möchte, kann einen Nistkasten für den Waldkauz (wissenschaftl. Strix aluco) bauen. Ich werden diesen Nistkasten heuer im Garten montieren. Ob diese mittelgroße Eule diese Nisthilfe annehmen wird ist nicht gewiss, ich bin aber sicher, dass sich zumindest irgendein Vogelbesuch einstellten wird.
Der Waldkauz lebt natürlich gerne im Wald, weicht aber auch gerne in Parks und Gärten aus. Die natürlichen Bruthöhlen werden leider durch Anwendung eines Sauberkeitsbegriffes, der für die Natur einfach nicht passt, bei Forstarbeiten und sogenannten Flurbereinigungen zerstört. Daher ist es sicher nicht falsch, diesen wunderschönen Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten anzubieten.
Der Nistkasten sollte nicht unter 4 m Höhe angebracht werden. Das Einflugloch kann eckig oder rundlich sein, es sollte aber nicht unter 130 mm Durchmesser aufweisen. Der Nistkasten kann mit Leinöl eingelassen werden, das Dach kann mit Dachpappe oder mit Resten von glatten Bodenbelägen aus Kunststoff (nach Verschnitt bei Möbelhäusern fragen!) abgedichtet werden. Natürlich kann man auch einen hohlen Baum zur künstlichen Bruthöhle umfunktionieren.
Man sollte bedenken, dass Waldkäuze ein relativ großes Gebiet zum Jagen brauchen, weshalb man die Zahl der Brutkästen beschränken sollte. Angesichts der wahrscheinlichen Besiedelung dieser Nistkästen mit Vertretern anderer Vogelarten, muss dies aber hier auch gleich wieder relativiert werden.
Der Waldkauz ist bei der Wahl seiner Beute wenig wählerisch. Er nimmt als Beute verschiedene Wirbeltiere aber auch Wirbellose, wie etwa Laufkäfer. Vor allem werden Kleinsäuger wie Mäuse, aber auch Amphibien und andere Vögel erbeutet. Der Waldkauz trägt so zur natürlichen Selektion und damit zu einem gesunden Tierbestand bei.
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